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© Kurt Mühlenhaupt Museum

Das Werk des Kurt Mühlenhaupt

 

Kurt Mühlenhaupt wuchs in einer Arbeitersiedlung im Norden Berlins auf. Seine Herkunft und die Verwurzelung im eigentümlichen Milieu Berlins erzeugte bei ihm Nüchternheit, Realitätssinn, Beobachtungsgabe und einen besonderen Humor, der seinen sentimentalen Impetus in Komik  und seine Melancholie in Zuwendung verwandelte.

Der Maler kreiste sozusagen in seinem eigenen Universum. Die Welt um ihn herum lieferte die Themen. In Kreuzberg waren es die Hausfrauen mit ihren krummen Beinen, die Biertrinker oder der Türke Mehmet, in New York die schwarzen Mamis  und in Portugal  die Bauern und Fischer. Die Bilder entsprechen den vielen Stationen seines Lebens.

Kurt Mühlenhaupt  war ein vielseitig begabter, lebendiger  und umtriebiger Mensch, der immer neue Visionen entwickelte. Malerei, Skulptur, Graphik und das autobiographische Schreiben stehen in engster Verbindung. Seine Bilder und Graphiken werden oft von erzählerischen Elementen geprägt. Zwischen Kunst und Leben gab es keine Trennung. Standen Besucher vor ihm, hörte er auf zu malen und fing an, Geschichten zu erzählen. Schreiben, bildhauern, malen, plaudern oder ein Instrument spielen,  waren für ihn ein- und dasselbe. Immer musste er etwas loswerden, immer musste er sich mitteilen.

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